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Die DPSG

/Die DPSG
Die DPSG 2017-09-26T17:55:06+00:00

Zahlen und Fakten

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg DPSG bildet zusammen mit dem (evangelischen) Verein Christlicher Pfadfinder VCP und dem (interkonfessionellen) Bund der Pfadfinder BdP den Ring deustcher Pfadfinderverbände RdP, der von der World Organization of the Scout Movement mit Sitz in Genf als deren nationales Mitglied anerkannt ist. Gemeinsam mit anderen katholischen Jugendverbänden bildet die DPSG den Bund der Deutschen Katholischen Jugend BDKJ. Über den RdP und den BDKJ ist die DPSG im Deutschen Bundesjugendring vertreten und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe.

Struktur

Die DPSG ist der Zusammenschluss aller katholischen Pfadfinderstämme in Deutschland. Sie gliedert sich in 25 Diözesanverbände und innerhalb dieser in 140 Bezirke und 1351 Stämme. Oberstes beschlussfassendes Organ der DPSG ist die Bundesversammlung. Der undesversammlung der DPSG gehören die Vorstände der Diözesanverbände, die Delegierten der vier Altersstufen und die Mitglieder der DPSG-Bundesleitung an. Sie verfasst Stellungnahmen zur aktuellen verbands-, kirchen- und jugendpolitischen Entwicklung, diskutiert Arbeits- und Rechenschaftsbericht der Bundesleitung, beschließt den Zweck der jährlich vom Verband getragenen Aktion „Flinke Hände, flinke Füße…“ und wählt die Mitglieder des DPSG-Bundesvorstandes: Die Bundesvorsitzende, den Bundesvorsitzenden und den Bundeskuraten der DPSG.

Ähnlich strukturiert ist die Stammes-, Bezirks- und die Diözesanversammlung. Der „Bundesamt Sankt Georg e.V.“ unterhält seit 1957 in Westernohe/Westerwald eine Tagungs- und Ausbildungsstätte und ein 25ha großes Zelt- und Lagergelände. Daneben gibt es seit 1929 eine Bundesstelle, in der der hauptamtliche Bundesvorstand, die Referenten der Bundesleitung, die Geschäftsführung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Mitgliederbetreuung und die wirtschaftlichen Betriebe ihren Sitz haben. Die Bundesstelle hat heute ihren Sitz in Neuss-Holzheim.

Da die DPSG Wert auf eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern legt, sieht die Satzung des Verbandes die Einrichtung eines Eltenbeirats in jedem Stamm vor. Die Arbeit des Verbandes wird auf Stammes-, Bezirks-, Diözesan- und Bundesebene von ehrenamtlichen Leitungskräften getragen. Hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Diözesan- und Bundesebene unterstützen das ehrenamtliche Engagement, sichern Fachlichkeit in pädagogischen und jugendpolitischen Fragestellungen und tragen Verantwortung in der Geschäftsführung des Verbandes.

Damit den jungen Leuten, die ehrenamtlich pädagogische Arbeit leisten wollen, methodische und inhaltliche Hilfen gegeben werden können, braucht die DPSG auch eine materielle Grundlage. Finanzielle Mittel werden vor allem durch Beitragsleistungen der Mitglieder und öffentliche Zuschüsse aufgebracht.

Zielgruppe

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 7 bis 20 Jahren. Als Leiterinnen und Leiter oder mit der Übernahme einer anderen Aufgabe im Verband werden Erwachsene Mitglied der DPSG. Mitgliederstand: 112.000 (davon 37% weiblich).

Geschichte

Gründer der Weltpfadfinderbewegung ist Lord Robert Baden-Powell of Gilwel. Er veröffentlichte 1908 das Buch „Scouting for Boys“, was zur Gründung der weltweiten Pfadfinderbewegung führte, die heute 24 Millionen Mitglieder zählt. Am 7.Oktober 1929 wurde die DPSG gegründet. 1938 wurde die DPSG vom nationalsozialistischen Regime zwangsweise aufgelöst und verboten. Der Wiederaufbau der DPSG nach Kriegsende griff zunächst auf die Inhalte und Methoden der Zeit von 1938 zurück. Gegen Ende der 50er Jahre überarbeitete die DPSG ihre Grundlagen. Die pädagogische Diskussion der 60er Jahre mündete in die Überarbeitung der Ordnung des Verbandes, die 1971 ihren Abschluss in einer Neufassung fand. Seither können auch Mädchen und Frauen Mitglied der DPSG werden. Zentraler Punkt dieser Neufassung sind die „Grundlagen unserer Lebensauffassung“, die für das pfadfinderische Leben und Handeln Orientierung geben wollen.

Ziele und Aktivitäten

Die DPSG beansprucht neben anderen Erziehungsträgern einen eigenen Erziehungsanspruch. Sie will ihre Mitglieder in einer kritischen Weltsicht erziehen und einen Freiraum für den Entwurf neuer Ideen schaffen, will, dass durch gemeinsame Erlebnisse und deren Reflexion die Mitglieder des Verbandes zunehmend an Sicherheit im persönlichen Handeln gewinnen, will, dass die Mitglieder durch eine Erziehung in zunehmender Selbstbestimmung befähigt werden, kreative Menschen mit offenen Augen und aufrechten Gang zu sein, mit einem Gespür für die notwendige Initiative und Verantwortung für sich, gegenüber dem Nächsten und der Gesellschaft, will durch pfadfinderische Erziehung eine Erziehung zur Mitverantwortung in Kirche, Gesellschaft und der internationalen Pfadfinderbewegung fördern. Deshalb tritt die DPSG in der Öffentlichkeit für die weltweiten Rechte und Belange von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein.